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Vor kurzem haben wir über das ideale Zahlungsmittel auf Reisen geschrieben. Hauptsächlich ging es um Bankomat- und Kreditkarten, aber kurz wurde auch der Reisescheck erwähnt. Dieser ist ein traditionsreiches Zahlungsmittel, er fühlt sich zu Hause in einer Welt, in der aus dem Urlaub Postkarten verschickt wurden, Anrufe daheim fast unleistbar waren und man den Atlantik eher auf einem Linienschiff denn am Luftweg überquerte.

Seine Wurzeln reichen zurück in das 18. Jahrhundert, aber verwendet wird er immer noch. Einige seiner Eigenschaften sind auch heute noch sehr gefragt, in manchen Punkten können andere Zahlungsmittel nicht mithalten. 

So zahlst du mit dem Reisescheck

Einen Reisescheck kannst du bei deiner Hausbank oder einem externen Anbieter bestellen. Verfügbar sind sie in allen großen Währungen, am gebräuchlichsten ist natürlich US-Dollar. Wenn du den Scheck abholst, bezahlst du ihn und leistest eine erste Unterschrift auf dem Reisescheck.

Möchtest du im Urlaub dann mit dem Scheck bezahlen, unterschreibst du ein zweites Mal auf dem Scheck. Diese Unterschrift wird mit der ersten verglichen und mit der Unterschrift auf einem offiziellen Ausweis, beispielsweise deinem Reisepass, abgeglichen. Nur Schecks mit zwei Unterschriften können von Händlern wieder eingelöst werden.

Die Vorteile der Traveler Cheques

Genau im System der zwei Unterschriften, beim Kauf und beim Einlösen, liegt die Sicherheit der Reiseschecks. Sobald du die erste geleistet hast, ist er mehr oder weniger „personalisiert“. Nur mit der zweiten, verbunden mit Vorlage deines Ausweises, wird er zum Zahlungsmittel. Einlösbar sind diese Schecks bei praktisch jeder Bankfiliale weltweit.

Sollte dein Scheck gestohlen werden, wird dir bei Sperrung der gestohlenen Traveler Cheques sofort Ersatz geleistet. Deshalb sollte auch die Quittung getrennt von den Reiseschecks aufbewahrt werden: Jeder Traveler Cheque hat eine eigene Nummer, die vom Aussteller gesperrt werden kann. Den gesperrten Scheck bekommst du sofort ersetzt, sodass du weiterhin liquide bist.

Hier zeigt sich auch ein wesentlicher Unterschied zu Bargeld auf Reisen: damit kannst du „einfacher“ bezahlen und es wird von Händlern ebenso gerne akzeptiert, nur im Fall des Diebstahls ist es weg. Auch wenn du gegen Diebstahl versichert bist, ist es meist ein mühsamer Weg bis du dein Geld wiederbekommst.

Besonders in Ländern mit schlechter Infrastruktur können Traveler Cheques ihre Stärken ausspielen. Wenn es nur wenige Bankfilialen und Bankomaten gibt und die Kartenzahlung in Geschäften noch unüblich ist, sind Reiseschecks im Gepäck eine wertvolle Sicherheit, die dir im Notfall zur Verfügung steht.

Ein weiterer Vorteil besteht in der unbegrenzten Gültigkeit der Schecks. Solltest du sie im Urlaub nicht verwenden, kannst du sie unbesorgt für den nächsten oder übernächsten Urlaub aufheben, da sie nicht verfallen. Möchtest du sie nicht aufheben, kannst du sie auch an die Bank zurückgeben.

Die Nachteile der Reiseschecks

Natürlich haben die Traveler Cheques nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile. Schon mal die Bestellung in der Bank ist mit Aufwand verbunden, und es ist nicht gesagt, dass jede Bankfiliale auch Schecks ausstellt. Diesen Aufwand lassen sich die Banken, oder andere Ausgabestellen, auch bezahlen: einige Prozent des Betrags fallen als Gebühr zusätzlich an.

Weitere Gebühren können dich bei der Einlösung erwarten, schließlich ist die Einlösung auch für den Händler mit Aufwand verbunden. Die Sicherheit, die mit den Schecks verbunden ist, kostet leider auch.

Fairerweise sollte aber bedacht werden, dass auch beim Wechsel von Bargeld und bei der Zahlung mit Kreditkarte Gebühren anfallen. Besonders Behebungen am Bankomaten mit Kreditkarte können sehr teuer werden.

Ein weiterer Nachteil liegt in der mittlerweile niedrigen Verbreitung der Reiseschecks. Die Ausgabestellen werden immer weniger, und nicht jeder Händler bzw. nicht jede Bank im Ausland ist gewillt, die Schecks anzunehmen. Besonders in Ländern, in denen die Kartenzahlung schon weit verbreitet ist, sind Reiseschecks nicht mehr so populär wie sie einmal waren.

Auch wenn sie nicht mehr so weit verbreitet sind wie früher, sind Traveler Cheques immer noch wertvolle Reisebegleiter. Sie sind sicherer als andere Zahlungsmittel, und werden im Fall des Diebstahls innerhalb von wenigen Tagen ersetzt – weltweit. Möchtest du Schecks auf deine Reise mitnehmen, erkundige dich, welche Währung in deinem Urlaubsland am gängigsten ist. Unsere Bankberater auf baningo.com geben dir gerne Auskunft darüber, welche Traveler Cheques sie ausgeben, und wie hoch die Gebühren dafür sind.

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