Die Bank als moderne Organisation - ein Widerspruch?

In diesem Beitrag dreht sich alles um das Thema, wie Sie Ihr Unternehmen oder Ihre Bank zu einer modernen Organisation gestalten können, in der Ihre Mitarbeiter gut und gerne arbeiten.

„Wie können Sie vermeiden, dass Ihre Organisation den Anschluss verpasst? Welche Aspekte betreffend der Arbeitsweise in Ihrer Organisation, Ihrer Bank sollten Sie beleuchten, überdenken und vielleicht neu erfinden?“

November 2020 | Inspiration
4 min Lesezeit

Sind auch Sie von vielen frustrierenden und oft ergebnislosen Meetings geplagt? Hier fühlen sich viele Menschen in veralteten bürokratischen Prozessen gefangen. Gehören Sie zu diesen? Oder fühlen Sie sich von hierarchischen Strukturen, langwierigen Abstimmungen und mangelndem Mut bei Entscheidungen erstickt?

Wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Organisation den Anschluss verpasst, sollten Sie die Arbeitsweise in Ihrer Bank beleuchten, überdenken und vielleicht neu erfinden.

Die Bank als moderne Organisation

Das bedeutet unter Anderem mutig sein, neue Wege gehen und den Übergang von einem alten “Legacy-Betriebssystem” zu einem neuen evolutionären System zu finden, das flexibel, offen und menschenzentriert ist.

Für eine erfolgreiche Transformation Ihres Unternehmens gibt es viele Theorien – aber leider keine allgemeingültigen Regeln oder Anleitungen. Jede Bank od. Organisation muss ihren eigenen Weg finden.

Abseits von bereits bekannten buzzwords und Floskeln wie digital transformation, design thinking, agile everything, lean approach, scrum, tribes, kanban und anderen, gibt es jedoch bereits einige praktische Leitgedanken und Tipps.

Diese werden nachstehend kurz vorgestellt und beleuchtet und sollen Ihnen als Anstoß in die richtige Richtung dienen.

Die 4 wichtigsten Gedanken

1. Selbstorganisation

Geben Sie Ihren Mitarbeitern und Teams so viel Autonomie wie möglich. Sie können es in diesem Punkt kaum übertreiben, v.a. dann nicht wenn der Reifegrad der Teams hoch ist. Sorgen Sie für flache Hierarchien, wenig Bürokratie und mehr Verantwortung bei den Mitarbeitern, v.a. bei der Entscheidungsfindung.

Jeder innerhalb der Organisation soll Entscheidungen treffen können, solange er einerseits davor die Meinung von Betroffenen und andererseits die von Experten zum jeweiligen Thema einholt.

Gerade in Banken ist es heutzutage wichtig, dass Entscheidungen dort getroffen werden können, wo man noch direkt und regelmäßig mit Kunden arbeitet, ihre Anliegen hört und ihre Bedürfnisse versteht. Stellen Sie Vertrauen über Kontrolle.

Hier finden Sie das Video zum Artikel!

2. Ganzheit

Frederic Laloux schreibt in seinem Buch “Reinventing Organisations” darüber, dass Außergewöhnliches möglich wird, wenn wir es wagen, genau so wie wir sind, zur Arbeit zu kommen – ohne Maske und ohne uns zu verstellen. Dafür aber mit unseren Bedürfnissen, Emotionen, bzw. unseren Ecken und Kanten.

Im Vertrauen darauf, dass wir respektiert und wertgeschätzt werden, aber auch mit dem Wissen, dass Spannungen und Konflikte dazu gehören und ihnen konstruktiv begegnet werden kann.

Frederic Laloux

3. Purpose

Der vielleicht wichtigste Punkt: Purpose: Geben Sie Ihren KollegInnen ein klares Bild davon, wieso sie jeden Tag in der Früh zu ihrem Arbeitsplatz kommen und was sie gemeinsam bewegen können. Sinn und Zweck haben einen weit höheren Wert für die Organisation als bloße Gewinnorientierung.

Je besser sich die Menschen innerhalb eines Unternehmens mit dem Purpose, dem Sinn, identifizieren können, desto eher fühlen sie sich auch mit der Organisation verbunden und kommen motiviert zur Arbeit.

Vielleicht kennen Sie auch die Theorie des “golden circle” von Simon Sinek? Er empfiehlt, dass Unternehmen für sich selbst, aber auch in der Außenkommunikation, immer mit der Antwort auf ihr “Warum” beginnen. Das “Wie” bzw. “Was Unternehmen tun” wird erst nachgelagert davon abgeleitet, bzw. kommuniziert.

Golden Circle Simon Sinek

4. Kultur

Eine Bank oder eine Organisation muss heutzutage flexibel sein und sich in dieser schnelllebigen Zeit rasch auf geänderte Marktbedingungen einstellen können. Peter Drucker, die in Wien geborene US Mangement-Legende soll einmal gesagt haben: “Culture eats Strategy for breakfast”. Damit war gemeint, dass die beste Strategie nichts nützt, wenn die Unternehmenskultur noch nicht darauf eingestellt ist. Hilfreich ist es, wenn in der ganzen Bank klar und verinnerlicht ist, dass die Transformation kein Projekt ist, welches in paar Wochen erledigt ist. Genauso wenig ist es möglich, die Digitalisierung auszusitzen und darauf zu warten, dass alles wieder so wird wie damals. Die ständige Anpassung an neue Rahmenbedingungen muss nachhaltig in der Unternehmenskultur verankert werden – auch wenn das vielleicht anfangs eine ungewohnte Umstellung ist.
Fragen Sie sich regelmäßig: Woran merken wir, dass wir in die richtige Richtung unterwegs sind?
Culture eats Strategy for Breakfast

Zusammenfassung

Generell gilt: ein Schritt nach dem anderen, Kolleginnen und Kollegen nicht überfordern. Vor allem für Führungskräfte im mittleren Management ist es häufig nicht einfach, etwaige Positionsmacht abzugeben. Jeder Schritt, der Ihre Organisation weg vom gewohnten und veralteten “command & control” und hin zu einer modernen Art “sense & respond” führt, ist ein guter Schritt. Analysieren Sie den Markt und seien Sie achtsam. Hören Sie Ihren Kunden aufmerksam zu und reagieren Sie rasch und mutig darauf. Es liegt auf der Hand, dass man in diesem Artikel nur an der Oberfläche eines großen Themenkomplexes kratzen kann.
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Maximilian Nedjelik
Maximilian Nedjelik
Founder & CEO

Über den Autor

Max ist Co-Founder und Geschäftsführer bei baningo und verantwortet dort die Bereiche Vertrieb, Kommunikation & Strategie.

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